Die Familie hinter dem Restaurant

Die Entstehung der Gastwirtschaft

Gründer der Gastwirtschaft war Josef Schulze-Hoffschulte der Ururgroßvater des heutigen Besitzers Heinz Peter Hoffschulte. Dessen Sohn Carsten ist bereits in der 6. Generation, die in der Gastwirtschaft tätig ist!

Chronik des Hofes und der Familie Hoffschulte

Bereits im Jahre 1050 wird der Hof Hoffschulte zu Angelmodde erstmals erwähnt. Er gehörte fortan dem Domkapitular. 1554 fiel der Hof an Freiherr Kerkering to Borg, bis die Familie Hoffschulte den Hof 1836 kaufte.

1498 wird erstmals der Name Schulte to Angelmodde erwähnt. 1665 Hoff Angelmude. 1751 Schulteti Angelmodde. Allein nach dem 30jährigen Krieg können 10 Generationen nachgewiesen werden.

Am 15. Juli 1814 erschien im Münsterschen Intelligenzblatt folgende Anzeige:

Um den den Liebhabern der Lustparthie auf Margarentenfest zu Wolbeck am 17.Juli d. J. unter Weges einen angenehmen Aufenthaltsort zu verschaffen, habe ich die Veranstatltung getroffen: den mich günstig mit ihrem Besuch Beehrenden den ganzen Tag hindurch mit allen Arten Erfrischungen von Getränken, besonders mit delikaten Weinen als auch Essen, portionsweise, und Tanzmusik zu erhöhen. Hoffschulte bei Angelmodde"

Das war die Gründung des heutigen Restaurant Hoffschulte.

Fürstin und Dichterfürst

Als die Fürstin von Gallitzin nach Angelmodde kam, soll Sie zunächst bei Hoffschulte zwei Zimmer bewohnt haben. Das ist zwar nicht beweisen, wird aber in Angelmodde bis auf den heutigen Tag erzählt. Aus den Briefen und Tagebüchern der Fürstin ergibt sich, daß Sie gern bei ihren weiten Spaziergängen mit Ihren Kindern auf dem Hofe am anderen Ufer der Angel einkehrte. So ist es naheliegend, daß Sie auch den Geheimen Rat Goethe hierher führte.

Goethe, Goetz, Landois

Wenn man heute noch den erhöten Laubenplatz unter alten Bämen zeigt, wo der Dichterfürst seinen Kaffee getrunken haben soll, so muß man diese ansprechende Überlieferung allerdings ihres Wahrheitskleides entkleiden. Der Dichter des Goetz und des Faust kam an dem stürmischen nikolausabend des Jahres 1792 mit seiner böhmischen Chaise von Pempelfort nach Münster.

Die Jahreszeit war nicht angetan, im Freien zu tafeln. Der geheime Rat mag aber wohl in Hoffschultes großer Küche am Herdfeuer die kalten Füße gewärmt haben, die Geistesheroe im Winter ebenso bekommt wie jeder normale Knabbelesser des Münsterlandes.

Apropos Goetz von Berlichingen! An Hoffschultes Herdfeuer war es, wo der Zoologe Professor Dr. Hermann Landois in das Notizbuch des alten Schulten jene knüppelharten Verse hereinzimmerte, die das bekannte Götzzitat verherrlichen, das Schulaufgaben mit drei Pünktchen zu Ende geführt und im praktischen Leben in Form von Beleidigungsklagen bis zu den höchstrichterlichen Instanzen marschiert ist.